Unsere persönliche Motivation
Es sind erneut umfangreiche Kürzungen der medizinischen Leistungen und damit einhergehende Einsparungen unserer Honorare geplant, die unsere Arbeit als
Hausärzte (auch der Fachärzte) und somit auch die Versorgung der Patientinnen und Patienten gefährdet.
Gleichzeitig erhalten andere, wie z. B. Apotheken oder Telekliniken die Möglichkeiten, Patienten zu behandeln und daran zu verdienen.
Bitte nicht falsch verstehen: Wir können anderes Ihren Verdienst gönnen, möchten jedoch auch unsere Arbeit angemessen honoriert wissen.
Das gesamte Thema ist sehr komplex und undurchsichtig. Ich selbst bin erst seit sechs Jahren niedergelassen und bin überrascht, wie wenig transparent das System für
mich vorher war und noch immer ist. Ähnlich wie mir geht es auch Frau Körber, die seit fünf Jahren in der ambulanten Versorgung tätig ist.
Wir können am besten aber an der vielen Arbeit und an dem, was sie in Euro Wert sein soll sehen, dass ein sehr großes Ungleichgewicht besteht. Dabei müssen natürlich
Kassen- von Privatpatienten unterschieden werde. Letztere machen ca.10 Prozent unseres Patientenstammes aus, was für eine Hausarztpraxis durchschnittlich ist.
Hinzu kommen die wirtschaftliche Verantwortung vor uns selbst, den Kassen, die Personalverantwortung, allem voran aber eine hohe medizinische Verantwortung
unseren Patientinnen und Patienten gegenüber.
Wir möchten an diese Ausführung ausdrücklich nicht als „Jammern“ verstanden wissen. Wir lieben meinen Beruf und sind dankbar, dass wir so viel Freude daran habe.
Wir erfahren selbst auch viel Wertschätzung durch unsere Patientinnen und Patienten, was unbezahlbar ist. - Ähnlich ergeht es vielen unserer Hausarztkolleginnen und -kollegen.
Wir wünschen uns sehr, dass wir auch in Zukunft unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden können und nicht von einem zum nächsten Patienten hetzen müssen.
Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.
Ihre Nina Körber & Betina Hau